DIE WELT DER WESPEN

August , 2019

Heutzutage sind Wespen, Bienen und Hornissen viel gefürchtet. Wespen und Hornissen lösen sogar weit mehr Angst bei uns Menschen aus als Bienen, wobei alle diese Insekten im Grunde friedliche Lebewesen sind. Wir müssen nur lernen sie zu verstehen und wissen, wie wir uns in ihrer Gegenwart richtig verhalten, um diese Tiere schützen zu können. Denn sie leisten viel mehr als wir denken und sind essentiell für unser Ökosystem.

In folgender Zusammenfassung möchten wir Ihnen die Wespe vorstellen, woran man sie erkennt, wofür sie gut ist und wie man einem Wespennest am eigenen Haus/im eigenen Wohnbereich vorbeugen kann.

Was haben Wespen für einen Nutzen?

  • Wespen sind bei vielen Tieren, wie z.B. für Vögel und Mäuse eine beliebte Nahrung.1
  • Sie helfen bei der Bestäubung und fliegen sogar bei Wind und Regen aus, was Bienen nicht tun.
  • Sie sind natürliche Regulatoren in der Natur und betreiben biologische Schädlingsbekämpfung, denn neben ihrer Vorliebe für Mücken, Spinnen, Fliegen und anderen Insekten, fressen sie auch sämtliche Schädlinge, die uns oft lästig werden. (Am Tag frisst ein großer Wespenstaat ein halbes bis 2 Kilo Insekten!)
  • Auch im Wald betreiben Wespen Schädlingsbekämpfung und regulieren den Bestand an Forstschädlingen und schnell wachsenden Insektenpopulationen, wie z.B. Fliegen und Bremsen.
  • Außerdem stehen Wespen, genauso wie Bienen, in Österreich und Deutschland unter Artenschutz. Eine Entfernung oder Umsiedelung eines Nestes darf nicht ohne vernünftigen Grund und Bewilligung durchgeführt werden. Dies kann auch eine Geldstrafe nach sich ziehen. Holen Sie sich in jedem Fall professionelle Hilfe und informieren Sie sich vorab, bevor Sie selbst Hand anlegen.2

Welche Gefahren birgt eine Wespe für den Menschen?

Der schlimmste Fall der eintreten kann, ist gestochen zu werden. Steckt kein Stachel in der Haut, war es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wespe, da diese öfters zustechen kann und den Stachel nicht verliert. Es kann zu Rötungen, Schwellungen und Juckreiz kommen.3

Ein spezieller Fall sind natürlich Allergiker. Der Körper eines Allergikers reagiert auf das vom Insekt mit dem Stachel eingebrachte Eiweiß.4 „Bei vielen kann das zu einem ernsthaften gesundheitlichen Problem, unter Umständen sogar zur Lebensgefahr werden.“5
Sie sollten sich unbedingt bei einem Facharzt informieren und um eine entsprechende Notfallapotheke anfragen.

Die Kennzeichen und Eigenschaften einer Wespe:

Wespen kennzeichnen sich durch die auffällige schwarz-gelbe Färbung und ihren stark eingeschnürten Hinterleib (Wespentaille). Im Gegensatz dazu, ist der Bienenkörper eher bräunlich, rundlich und stark behaart.6 Beide Insekten haben einen Stachel, welcher aber bei der Biene und Wespe unterschiedliche Aufgaben erfüllen muss. Wespen können mehrmals zustechen und nutzen ihren Stachel bei der Insektenjagd. Bienen können ihren Stachel nur einmal – zur Notwehr – benutzen und sterben anschließend. „Der Widerhaken am Bienenstachel bewirkt, dass dieser in der menschlichen Haut stecken bleibt und die Bienen beim Versuch, diesen zu entfernen, einen Teil ihres Hinterleibs abreißen.“7

Es gibt viele verschiedene Wespenarten, aber nur zwei Arten können uns Menschen lästig werden: Die Deutsche und die Gemeine Wespe fliegen buchstäblich auf unsere Speisen wie Wurst, Fleisch, Kuchen oder Eis, sowie auf süße Getränke. Alle anderen Wespenarten lassen uns in Ruhe – diese haben lediglich Interesse an Insektenlarven und anderem Getier.8

Es ist allgemein auch nicht sehr geläufig, dass leicht auffindbare, frei hängende Nester an der Außenseite von Gebäuden oder in Sträuchern zu den ungefährlichen Arten gehören und diese werden daher leider oft völlig unnötig vernichtet. Die Deutsche und Gemeine Wespe bauen ihre Nester entweder unterirdisch in alten Mäuselöchern oder oberirdisch an dunklen, gut getarnten Orten, z.B. in verborgenen Winkeln auf Dachböden, Rollladenkästen etc.9

Wie können wir friedlich mit Wespen zusammenleben?

Da es sich bei Wespen, wie schon erwähnt in manchen Ländern, um eine geschützte Tierart handelt, sollten wir versuchen gut mit ihnen auszukommen. Eventuell finden Sie hier ein paar hilfreiche Tipps?

No Go’s:

  • Nicht wild um sich schlagen und heftige Bewegungen vermeiden, wenn Wespen um Sie herumfliegen.
  • Nicht anpusten. Das Kohlendioxid in der Atemluft macht Wespen aggressiv.
  • Das Nest in Ruhe lassen und nicht ohne professionelle Hilfe entfernen oder umsiedeln etc.

Tipps, um Wespen fernzuhalten:

  • Speisen und Getränke abdecken und nicht direkt aus Dosen oder Flaschen trinken – besser einen Strohhalm benutzen. Speziell bei Kindern sollten Sie darauf achten und Ihnen nach dem Essen gründlich Finger und Mund abwischen.10
  • Fallobst im Garten rasch entfernen. Auchsonstige Abfälle und Biotonnen sollten gut verschlossenen sein.
  • Auch morsches Holz rechtzeitig entfernen. Im Frühjahr zwischen April und Mai beginnen Wespen mit Ihrem Nestbau, wofür morsches Holz ideal ist.11
  • Setzen Sie auf Pflanzendüfte. Gewächse und Sträucher wie Basilikum, Lavendel, Zitronenmelisse und Pfefferminze, als auch Nelken, Teebaum und Eukalyptus riechen für uns gut und sind dekorativ, für Wespen aber sind diese Gerüche unangenehm. So können diese Düfte auch als ätherische Öle in einer Duftlampe helfen, die lästigen Insekten fernzuhalten.12

Immer noch nicht beruhigt?

Um sicher zu gehen und auch Kinder und Allergiker gut schützen zu können, empfehlen wir die Anwendung von BIO/CLEAN KILL Extra micro-fast.

Im Frühjahr und Sommer alle paar Wochen im Haus alle Ritzen, Fugen und Ecken, sowie Fenster und Vorhänge besprühen kann helfen, die Insekten draußen zu halten.

Auch ums Haus herum kann BIO/CLEAN KILL angewendet werden, um Wespen daran zu hindern sich an der Hausmauer, in Rollladenkästen, unterm Dach, oder am Dachboden einzunisten. Besprühen Sie alle potenziellen Stellen, die interessant für Wespen scheinen, großflächig, bis sie gut feucht sind – nicht nass sprühen, sodass es tropft!

Bedenken Sie, eine präventive Anwendung unseres Insektizids BIO/CLEAN KILL verhindert, dass Wespen mit dem Nestbau in Ihrer nahen Umgebung überhaupt anfangen. So muss zu einem späteren Zeitpunkt auch kein Nest mit tausenden von Insekten umgesiedelt, oder sogar brutal entfernt werden.

Sollten Sie aber bereits ein Wespennest vorfinden, versuchen Sie dieses nicht eigenständig zu beseitigen. Wie schon erwähnt, stehen diese Insekten unter Artenschutz. Kontaktieren Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer. Dieser kann die Wespenart bestimmen und weiß, wie man mit ihr umzugehen hat.

Marktspezifisch: Wenn Bio/Clean Kill Extra micro-fast nicht verfügbar ist (Blaues Etikett), verwenden Sie bitte Bio/Clean Kill Original oder Classic (Grünes Etikett).

Erste Hilfe bei einem Stich:

Wenn es aber doch mal passiert und jemand gestochen wird, haben wir auch hierfür ein paar Tipps:

  • Das Wespengift (und ggfs. den Stachel) aus der Wunde herausdrücken. NICHT aussaugen, denn das Gift könnte sonst über die Schleimhäute aufgenommen werden.13
  • Hitze: „Unmittelbar nach dem Stich kann es helfen, die Einstichstelle zu erhitzen. Denn Wespengift enthält unter anderem Eiweißverbindungen, auf die unser Körper mit der Ausschüttung von Histamin reagiert. Das kann auch zu starken Schwellungen führen. Ein erwärmter Löffel oder ein heißer Waschlappen (ideal sind ca. 50 Grad Celsius) sorgt dafür, dass die Proteine im Insektengift gerinnen. Das kann verhindern, dass eine starke Schwellung entsteht.“
  • Nicht kratzen, da Infektionsgefahr besteht.14
  • Kühlen durch Eiswürfel (in ein Tuch gewickelt) gegen Schwellungen oder 70%igen Alkohol auftupfen.
  • Alte Hausmittel: Mit einer rohen Zwiebel oder Salz die Wunde einreiben, oder Speichel auftragen.15
  • Bei Stichen am/im Mund oder Hals sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

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