Die Welt der Stechmücken

Oktober , 2019

Foto von Pixabay

Stechmücken sind zwar sehr klein, aber nicht zu unterschätzen. Sie richten weltweit großen Schaden an, denn die Viren und Krankheiten, die sie verbreiten, führen bei uns Menschen jährlich zu tausenden Todesfällen. Deshalb ist es uns wichtig diese Insekten näher zu beleuchten und zu erklären, wie man sich gut gegen sie schützen kann.

Was ist der Nutzen von Stechmücken?

Wir empfinden Stechmücken als lästig und störend, aber die Blutsauger spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und auch für die Gesundheit des Menschen.

  • Mücken sind für viele Lebewesen eine wichtige Nahrungsquelle, zum Beispiel für Vögel, Spinnen und Fische.
  • Jeder Stich dieser Insekten hat auch etwas Gutes, denn die juckenden Stiche halten unser Immunsystem fit und aufrecht. Ohne Mückenstiche und anderen herausfordernden Einflüssen wäre unser Körper irgendwann unterfordert, sodass sich Allergien entwickeln können.1
  • Stechmücken sind auch wichtige Bestäuber, daher sind Pflanzen von ihrer Arbeit abhängig. Zum Beispiel sind auch die Kakaopflanzen bzw. die Bauern auf die Bestäubung von Bartmücken oder Gnitzen angewiesen.2
  • Ebenfalls halten die Parasiten die Populationszahlen ihrer Wirtstiere im Rahmen, was bedeutet, dass sich ihre Wirtstiere nicht ungehindert ausbreiten können, weil die Parasiten ihnen das Leben schwer machen.3

Welche Gefahren birgt die Stechmücke für den Menschen?

Wenn wir an tödliche Tiere denken, denken wir eher an Haie oder Schlangen. Aber das tödlichste Tier der Welt, gemessen daran, wie viele Menschen es jedes Jahr tötet, ist bei weitem die Stechmücke. Moskitos haben jedes Jahr mindestens 725.000 Menschen auf dem Gewissen. Was sie so gefährlich macht, ist die Fähigkeit Viren oder Parasiten zu übertragen, die verheerende Krankheiten verursachen. (Menschen liegen direkt hinter den Moskitos an zweiter Stelle, sie verursachen 475.000 Todesfälle im Jahr.)4

Grafik von SGV Mosquito (San Gabriel Valley)

In den Tropenländern sorgen einige Stechmückenarten für Angst und Schrecken. In vielen Regionen weltweit sind Menschen zahlreichen Krankheitserregern ausgesetzt, die von diesen Insekten übertragen werden können.

EU-weit sind Stechmücken eher lästig und weniger gefährlich, aber auch hier gibt es aufgrund des Klimawandels schon Fälle bei denen Menschen durch die Einschleppung von gefährlichen Arten an Viren erkrankt oder daran gestorben sind. Zum Beispiel gab es in Griechenland West-Nil-Fieber Infektionen mit 50 Todesfällen im letzten Jahr5 und in Frankreich wurde kürzlich zum ersten Mal eine Person mit Denguefieber infiziert.6

In Deutschland wurde die erste tropische Stechmücke schon 2007 entdeckt, seitdem bilden sich pro Jahr immer mehr kleine Populationen.7 Und vor ein paar Tagen entdeckte man sogar in Genf zum ersten Mal die Asiatische Tigermücke.8

Die Charakteristiken und Eigenschaften von Stechmücken

Es gibt in etwa 3.500 Stechmückenarten auf der Welt und unter diesen ist nur ein kleiner Teil, der die Gesundheit der Menschen angreift. Die männlichen Mücken ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften und Nektar und tragen so auch zur Blütenbestäubung bei. Nur die weiblichen Moskitos benötigen zusätzlich eine proteinreiche Blutmahlzeit und stechen Warmblüter (Tiere und Menschen), um Eier produzieren zu können.9

Viele Moskitos legen ihre Eier auf die Oberfläche von frischen oder stagnierenden Wasseransammlungen ab. Das Wasser kann sich in Blechdosen, Fässern, Zierteichen, Pfützen, Bächen oder sumpfigen Gebieten befinden. Optimal ist es, wenn das Wasser durch Gras und Unkraut vor Wind geschützt ist. Innerhalb von 24-48 Stunden entwickeln sich aus den Eiern winzige Mückenlarven.

Moskitolarven leben, je nach Wassertemperatur, 4 bis 14 Tage im Wasser. Larven fast aller Arten müssen in regelmäßigen Abständen an die Oberfläche, um Sauerstoff durch ihren Atemschlauch, den sogenannten Siphon, zu erhalten. Sie ernähren sich ständig, da die Reifung viel Energie und Nahrung benötigt. Algen, Plankton, Pilze und Bakterien, sowie andere Mikroorganismen gehören zu ihrem Speiseplan. Während des Wachstums häutet sich die Larve vier Mal, danach wird sie zur Puppe.

Die Moskitopuppen leben 1 bis 4 Tage im Wasser, je nach Art und Temperatur. Die Puppe ist leicht und schwimmt daher an der Wasseroberfläche. Wenn sie gestört wird, taucht sie zum Schutz mit einer ruckartigen Bewegung unter und schwimmt dann wieder an die Oberfläche. Die Puppe ist der letzte Entwicklungsschritt, die Metamorphose der Mücke zum Erwachsenen somit abgeschlossen. Die erwachsene Mücke teilt den Puppenhüllenkörper und taucht an die Oberfläche des Wassers, wo sie sich ausruht, bis ihr Körper trocken und hart wird.

Aedes Mücken sind schmerzhafte und hartnäckige Stecher. Sie suchen am frühen Morgen, in der Abenddämmerung und am Abend nach einer Blutmahlzeit. Einige sind tagaktiv, besonders an bewölkten Tagen und in schattigen Gebieten. Sie fliegen normalerweise in keine Wohnungen und stechen am liebsten Säugetiere wie Menschen. Aedes Mücken sind starke Flieger und dafür bekannt, viele Kilometer von ihren Larvenentwicklungsstandorten entfernt zu fliegen.

Culex Mücken sind ebenfalls schmerzhafte und hartnäckige Stecher, greifen aber am liebsten in der Dämmerung und bei Dunkelheit an. Sie kommen gerne in Wohnungen für Blutmahlzeiten. Sie sind im allgemeinen schwache Flieger und bewegen sich nicht weit von zu Hause weg, obwohl sie bekanntermaßen bis zu ca. 3 Kilometer weit fliegen. Culex leben in den warmen Sommermonaten meist nur wenige Wochen. Die Weibchen, die im Spätsommer auftauchen, suchen nach geschützten Gebieten, in denen sie bis zum Frühjahr überwintern. Warmes Wetter bringt sie wieder heraus auf der Suche nach Wasser, auf das sie ihre Eier legen können.10

„Wenn eine Mücke einen Menschen sticht, um ihre Nahrung aufzunehmen, spritzt sie durch ihren Saugrüssel ein Drüsensekret in ihr Opfer. Dieses Sekret dient dazu, die Blutgerinnung während der Nahrungsaufnahme zu verhindern und verstärkt gleichzeitig den Blutfluss zur Einstichstelle. In dem Speichel der Mücke können verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder andere Parasiten enthalten sein, die die Mücke bei einer vorhergegangenen Nahrungsaufnahme von einem infizierten Opfer mit dem Blut aufgenommen hat.“

Hier beschreiben wir euch die wichtigsten Mücken etwas genauer:

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Sie ist weltweit bekannt und verbreitet. Die Mücke ist in etwa 3-7 mm groß, hat einen schlanken Körper, schmale Flügel und Beine. Der Hinterleib ist dunkelbraun mit weißen Streifen. Sie ist ungefährlich, aber als sehr lästig angesehen, da ihre Stiche Juckreiz und Rötungen auslösen.

Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus)
Krankheiten: Malaria, Gelbfieber, Zika-Virus, Chikungunya-Virus, Denguefieber, West-Nil-Fieber

Ihre Heimat ist der Süd- und Südostasiatische Raum. Die Mücke wird zwischen 2 und 10 mm groß und passt sich schnell an neue Gegebenheiten an. Daher ermöglicht ihr der Klimawandel auch die Erschließung neuer Regionen. Die Tigermücke ist aufgrund ihrer weißen Streifen am Körper und den Beinen leicht zu erkennen.

Malariamücke (Anopheles)
Krankheiten: Malaria

Diese Mücke ist auf allen Kontinenten dieser Erde zu finden. Sie ist gut an der speziellen Form und Gestalt ihres Rückenschildchens zu erkennen. Es ist rund und mit einer Reihe Borsten versehen.11

Gelbfiebermücke (Aedes aegypti)
Krankheiten: Gelbfieber, Zika-Virus, Chikungunya-Virus, Denguefieber

Diese Mücke stammt aus den Tropen und Subtropen, ist sehr klein (3-4 mm) und hat einen dunkel gefärbten Körper mit weißen Streifen an den Beinen. Die Gelbfiebermücke mag es sehr warm und ist auch schon in Europa in Südspanien, Griechenland und Türkei zu finden.

Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus)
Krankheiten: West-Nil-Fieber, Gehirnhautentzündung

Sie stammt ursprünglich aus dem Süden Chinas, Japan und Korea und wurde auch, ähnlich wie die asiatische Tigermücke, nach Europa eingeschleppt. Optisch ähnelt sie der asiatischen Tigermücke, hat eine schwarze Körperfarbe und silbrig-weiße Streifen.12

Die Unterscheidung der Moskitos ist für den Laien nicht immer leicht, die Insekten sind nicht nur sehr klein, sondern auch schnell und stechen oft, ohne dass wir es mitbekommen.

Vorbeugung mit Bio/Clean Kill

Da in den warmen Sommermonaten ein einfaches Gitter vor dem Fenster nicht immer ausreicht, empfehlen wir die Anwendung von BIO/CLEAN KILL, um sich gut gegen alle Stechmückenarten schützen zu können.

BIO/ CLEAN KILL enthält den Wirkstoff Permethrin. Dieser wird auch zur Behandlung von Moskitonetzen und zur Imprägnierung von Kleidung verwendet. So kann die Anwendung auch einen abweisenden Effekt erzielen, wenn Flächen besprüht werden.

Im Frühjahr und Sommer alle paar Wochen im Haus mit BIO/CLEAN KILL Classic Ritzen, Fugen und Ecken an den Wänden, sowie Fenster, Fliegengitter und Vorhänge besprühen hilft, sich effektiv vor etwaigen Eindringlingen zu schützen.

Ums Haus herum kann auch BIO/CLEAN KILL Extra micro-fast angewendet werden. Besprühen Sie alle Stellen, wo sich Stechmücken aufhalten großflächig, bis sie gut feucht sind – nicht nass sprühen, sodass es tropft!

Marktspezifisch: Wenn Bio/Clean Kill Extra micro-fast nicht verfügbar ist (Blaues Etikett), verwenden Sie bitte Bio/Clean Kill Original oder Classic (Grünes Etikett).

Warum werden wir eigentlich gestochen?

Um ihre Opfer finden zu können, orientieren sich die Mücken am Gas Kohlendioxid, welches sie aus bis zu 50 Meter Entfernung wahrnehmen bzw. riechen können. Da Menschen und Tiere Kohlendioxid ausatmen, sind sie eine sehr leichte Beute. Je mehr Gas sich im Atem befindet, desto attraktiver ist das Opfer für die Stechmücke.

Es gibt aber noch weitere Vermutungen, warum manche Menschen mehr oder weniger oft gestochen werden. Eine davon besagt, dass auch die Blutgruppe eine Rolle spielt. Wissenschaftler aus Japan konnten mit Hilfe eines Tests feststellen, dass Personen mit der Blutgruppe 0 besonders beliebt bei Mücken sind. Woher wissen aber Moskitos welche Blutgruppe ein Mensch hat? Hier meinen sie, dass 85% aller Menschen dies über ein bestimmtes chemisches Signal auf der Haut zeigen. Die anderen 15%, die dieses Signal nicht „aussenden“, sollen von Mücken in Ruhe gelassen werden.13

Wissenschaftliche Tests hin oder her, es wird wohl weiterhin ein kleines Rätsel bleiben, warum manche Menschen mehr oder weniger anziehend für die kleinen Blutsauger sind. Wichtig ist, dass Sie sich schützen. Vor allem, wenn Sie eine Reise in betroffene Länder planen, sollten Sie sich gut informieren.

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