Die Welt der Bettwanzen

November , 2019

Bettwanze © iStock

Egal ob Sommer oder Winter, Bettwanzen können uns immer zur Plage werden. Vor allem bei Reisen werden sie oft hin und her „geschleppt“, ohne dass es uns bewusst ist. Daher ist es besonders wichtig vorbereitet zu sein und rechtzeitig zu erkennen, wenn Bettwanzen dabei sind, sich im eigenen Heim einzunisten.

Bettwanzen damals und heute

Die kleinen Wanzen waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten ein sehr häufig vorkommender Schädling, welcher aber kurz nach dem Zweiten Weltkrieg durch den stark verbreiteten Einsatz synthetischer Insektizide praktisch ausgerottet wurde.

Fast fünf Jahrzehnte lang wurden Bettwanzen in den Vereinigten Staaten nur vereinzelt angetroffen, bis sich die Berichte über ihre Existenz Ende der 90er Jahre wieder häuften.1

Heute sind gut besuchte Unterkünfte ein prädestinierter Ort für die Ausbreitung von Bettwanzen. Die Anzahl von Geschäfts-, Pauschal- und Städtereisenden rund um die ganze Welt steigt stetig an und trägt somit maßgeblich zur Verbreitung der Bettwanzen bei. Die Wanzen lauern in Hotels, Gasthäusern oder Jugendherbergen und verstecken sich im Gepäck der Reisenden und/oder finden über Flugzeuge, Schiffe, Busse und Züge den Weg zu uns nach Hause.2

Die Behauptung, dass ein Befall aufgrund mangelnder Hygiene entsteht, ist ein Irrtum. Den kleinen Insekten ist es egal wie sauber oder unrein die Umgebung ist, jedoch können Bettwanzen in aufgeräumten/übersichtlichen Bereichen schneller entdeckt und bekämpft werden.3

Ganz egal, ob Hostel oder Fünf-Sterne-Hotel, mit der Zunahme der Mobilität wächst eben auch die Wahrscheinlichkeit eines Bettwanzenbefalls.2

Was sind die Gefahren von Bettwanzen

Grundsätzlich ist der Wissensstand über Bettwanzen in der Bevölkerung sehr gering. Bettwanzen werden oft nicht erkannt bzw. mit anderen Insekten verwechselt, sodass ein Befall vorerst unentdeckt bleibt und sich über längere Zeit ausbreiten kann.3 In Regionen, in denen Mücken leben, werden erste Bisse oft als Mückenstiche bezeichnet.

Bettwanzen sind Blutsauger und stechen mit Vorliebe uns Menschen. Manche reagieren gar nicht auf die Stiche und oft kann es auch einige Zeit dauern, eine Woche oder länger, bis Betroffene Stiche bzw. einen Befall bemerken. Kleine rote Flecken oder Beulen sind typische Symptome, ähnlich wie Mückenstiche, die jedoch meist stark jucken und oft mehrere Tage andauern. Sehr häufig treten die Stiche in einer Linie oder in Gruppen auf, da sie aber sehr stark variieren, werden sie auch oft falsch diagnostiziert.4

Forscher konnten nachweisen, dass Bettwanzen verschiedene Erreger wie Hepatitis B, C, HIV oder andere Krankheiten in sich tragen können.5 Jedoch konnte eine Erregungsübertragung durch die kleinen Wanzen bislang noch nicht nachgewiesen werden.3

Kennzeichen und Eigenschaften von Bettwanzen

Die adulte Bettwanze ist ca. 0,5 cm lang. Ihr Körper ist eiförmig, flach und dünn, wenn sie noch nicht „gegessen“ hat, wird aber runder, wenn sie Nahrung zu sich nimmt. Je nach Alter und der Menge an Blutmahlzeiten ist die Färbung gelbbraun bis rostrot oder dunkelbraun.

Die weibliche Wanze legt ein bis fünf Eier am Tag und zwischen 200 und 500 in ihrem ganzen Leben (sie wird bis zu einem Jahr alt). Die Eier sind klebrig und werden vom Weibchen in Ritzen und Spalten gut angebracht und versteckt. Unter guten Bedingungen schlüpfen die Eier in ca. sieben Tagen. Auch die Nymphe nimmt schon Blutmahlzeiten zu sich und häutet sich in dieser Entwicklungsphase insgesamt fünfmal. Die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Bettwanze beträgt ca. 21 Tage.6

Die Insekten sind vorwiegend nachtaktiv und ernähren sich ausschließlich von Blut, welches sie auch für die Reproduktion benötigen. Die Bettwanze holt sich ihre Nahrung auch von Vögeln und anderen Tieren, der Mensch jedoch dient als ihr Hauptwirt.7 Sie werden durch Wärme, CO2 und Körpergeruch angezogen.8 Wenn der Wirt schläft, krabbeln sie über die Matratze und stechen uns meist dort, wo der Körper das Bettlaken berührt. Nach ca. 5 bis 10 Minuten sind sie satt und begeben sich wieder in ihr Versteck, wo sie die meiste Zeit verbringen.9

Bettwanzen sind Meister im Verstecken und haben einige Möglichkeiten, sich bei uns zu Hause einzunisten. Sie sind in den kleinsten Ritzen und Spalten zu finden und auch im Bett (im Lattenrost) oder in Schlafsofas. Ebenso finden sie bei anderen Holz- oder Polstermöbeln, in und hinter Bilderrahmen, bei Lichtschaltern etc. Zuflucht, was die Bekämpfung eines Befalls meist sehr schwierig gestaltet. Noch dazu haben die kleinen Wanzen eine hohe Widerstandsfähigkeit und halten es sogar mehrere Monate ohne Nahrung aus.3

Vorbeugung mit Bio/Clean Kill und auf Reisen

Ziel ist es, die eigenen vier Wände frei von Bettwanzen zu halten. Unsere Produkte BIO/CLEAN KILL (sowohl Classic als auch micro-fast) sind ein sehr wertvolles Hilfsmittel, um einen Befall zu verhindern. BIO/CLEAN KILL kann im Haus an allen Bereichen angewendet werden, wo sich Bettwanzen einnisten könnten. Besprühen Sie Matratzen, Bettgestelle, Nachtkästchen, Polstermöbel, Ecken und Ritzen etc., wo sich die kleinen Wanzen wohl fühlen würden großflächig, bis sie feucht sind, aber nicht nass, sodass es tropft. Die Anwendung kann alle paar Wochen wiederholt werden.

Wenn Reisen bevorstehen, kann auch das Reisegepäck vor der Verwendung außen und innen gut besprüht werden, um zu verhindern, dass man Bettwanzen mit nach Hause bringt. BIO/CLEAN KILL Produkte können auch auf Reisen mitgenommen werden; in vielen Ländern gibt es praktische kleine Flaschen zu kaufen, die man leicht einpacken kann.

Wenn Sie aber bereits wissen, dass Sie eine Bettwanzen Plage haben, sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer verständigen. Nur ein Spezialist kann dafür sorgen, dass ein Befall zu 100% unter Kontrolle gebracht wird.

Marktspezifisch: Wenn Bio/Clean Kill Extra micro-fast nicht verfügbar ist (Blaues Etikett), verwenden Sie bitte Bio/Clean Kill Original oder Classic (Grünes Etikett).

Wie erkennt man einen Bettwanzenbefall

Bettwanzen können sehr schwer zu finden sein, noch dazu, wenn es sich noch um einen leichten Befall handelt und kein Versteck zu finden ist.

Ein erster Hinweis wäre zum Beispiel, wenn Stiche zu einer Jahreszeit auftreten, in der keine Mückenstiche zu erwarten sind.

Wie schon erwähnt, gibt es einige Orte, an denen sich Bettwanzen sehr wohl fühlen. Schauen Sie genau bei Ihrem Bett, speziell Matratze und Lattenrost, und untersuchen Sie auch die Umgebung (Nachtkästchen, Polstermöbel etc.). Ein besonderes Merkmal sind die Kotspuren der kleinen Wanzen, welche wie kleine schwarze Punkte aussehen und Häutungshüllen, die besonders in ihren Zufluchtsorten zu finden sind.

Bettwanzen Nest © BioCycle (HK) Ltd

Seien Sie daher beim Erwerb von gebrauchten Möbelstücken und Gegenständen besonders vorsichtig und suchen Sie diese nach Spuren ab!

Wenn Sie auf Reisen sind, empfiehlt es sich ebenso das Zimmer vorab auf Bettwanzenspuren zu untersuchen und im Notfall das Zimmer zu wechseln. Das Gepäck sollte so weit wie möglich vom Bett verstaut werden, damit die kleinen Blutsauger nicht auf die Idee kommen, sich darauf bzw. darin niederzulassen.

Bettwanzeneier und Kotspuren auf einem Reisekoffer © BioCycle (HK) Ltd

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie im Urlaub mit Bettwanzen in Berührung gekommen sind, können Sie die Gepäckstücke in der Badewanne ausräumen und genau untersuchen. Hier würde man schnell sehen, ob kleine Wanzen versuchen zu flüchten.3 Gegebenenfalls können auch geeignete Gepäcksstücke mit BIO/CLEAN KILL besprüht werden, um sicher zu gehen, dass mögliche Wanzen nach der Reise zu Hause nicht weiterleben.

Warum spürt man Bettwanzenstiche nicht gleich?

Die Wanzen sind ganz schön clever, denn bevor unser Körper auf den Speichel der Bettwanze reagiert und der Stich zu jucken beginnt, kann sie ungestört ihre Blutmahlzeit einnehmen, ohne dass wir es mitbekommen. Warum?

Wie viele andere Insekten, haben auch Bettwanzen eine sehr komplexe Mundpartie. Unter anderem haben sie einen Speichelkanal und einen Kanal zum Aufsaugen des Blutes. Die Gerinnungshemmer, Antikoagulantien, halten das Blut für eine gute Aufnahme flüssig und das Betäubungssekret, Anästhetikum, sorgt dafür, dass wir den Stich nicht spüren und der kleine Blutsauger ungestört seine Nahrung aufnehmen kann.

Nach einiger Zeit erkennt das menschliche Immunsystem jedoch den Fremdkörper, setzt als Schutzmechanismus im Körper Histamin frei und verursacht so eine lokale Entzündung und den Juckreiz.9


Die Vorbeugung gegen Bettwanzen ist ungemein wichtig, da sich die kleinen Insekten sehr leicht ausbreiten können, wenn wir nicht aufmerksam genug sind. Ein starker Befall ist sehr schwer wieder unter Kontrolle zu bringen, daher empfiehlt es sich nicht nur auf Reisen, sondern auch danach regelmäßig die eigenen vier Wände dahingehend zu untersuchen bzw. mit BIO/CLEAN KILL zu behandeln.

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